Veras Literaturtraum

Donnerstag, 16. Mai 2019

Game of Libraries – Mein Alltag als FaMI in der wissenschaftlichen Bibliothek
16.5.190 Kommentare


Hello Again!

In unserem letzten Beitrag hat Rika euch ein wenig über ihren Alltag in der ÖB erzählt (Link zum Beitrag hier), und nun bin ich dran. Eigentlich wäre dieser Beitrag nur vier Sätze lang, weil ich auf der Arbeit in meiner WB garantiert keinen so geregelten Alltag wie Rika habe, aber ich versuche, euch einen kleinen Einblick in meine Ausbildung zu geben.

Zum einen gehe ich jeden Dienstag und Freitag zur Berufsschule, die etwa 45 Bahnminuten entfernt ist. Berufsschulen für diesen Berufsschule gibt es in jedem Bundesland etwa 1-2 Stück, meistens in den Hauptstädten. Für mich ist es immer ein wenig wie Kurzurlaub (wenn wir gerade keine Klausur schreiben), meine Freunde zweimal die Woche zu sehen.

Aber kommen wir nun zum eigentlichen Hauptpunkt. Vielleicht wundert ihr euch, warum ich keinen Alltag habe. Das liegt daran, dass ich in einer weitaus größeren Bibliothek arbeite (WBs sind in den meisten Fällen - ausgenommen Stadtbibliotheken in Großstädten - sehr viel größer) und wir einige Abteilungen haben. Das bedeutet, dass ich durchschnittlich alle zwei bis drei Wochen die Abteilung wechsle.

Abteilungen sind unter anderem:

  • Ausleihe
  • Medienbearbeitung (aufgeteilt in Kauf-, Geschenk- und Tauschteam)
  • Information
  • Restaurierung / Buchbinderei (yeah, wir sind cool und haben sowas! ;))
  • Fernleihe
  • Zeitschriftenstelle
  • Magazindienst
  • Beschriftung
  • Regionales
  • Verwaltung (nicht meine Lieblingsabteilung 😅)

Ich hoffe einfach mal, dass ich keine Abteilung, in der ich bisher war, vergessen habe. Die meiste Zeit verbringe ich momentan bei der Ausleihe oder in der Medienbearbeitung, da die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch ist, dass ich nach der Ausbildung solchen Tätigkeiten nachgehe (oder euch als Buchhändlerin berate, mit den Abschluss als FaMI kann man nämlich bei einigen Ketten auch in einer Buchhandlung arbeiten).

Ich behaupte mal, dass ihr euch so einigermaßen vorstellen könnt, was in der Ausleihe so abläuft. Dort kümmere ich mich im Prinzip um alles außer die Kasse; das heißt Vormerkungen, Mahnungen und Neuerwerbungsregale bearbeiten und selbstverständlich gewisse Nutzer bedienen, in dem ich ihnen den Toilettenschlüssel oder eine Parkmünze reiche (unser Parkplatz ist sehr zentral in einer Großstadt gelegen), Bücher zurückbuche oder ausleihe und nebenbei die (mehr oder weniger gut riechenden) Nutzer darauf hinweisen muss, dass ich ihnen die Gebühren von 50€ nicht erlassen kann, weil sie zu faul waren anzurufen oder die Bücher online zu verlängern.

In der Medienbearbeitung kommen alle Bücher, die neu eingearbeitet werden müssen, je nachdem ob sie neu gekauft wurden (weil irgendein Student ein 150€ Fachbuch verschludert hat - das wird teuer ;), gegen müffelige Bücher eingetauscht oder uns aus welchem Grund auch immer geschenkt wurden (meistens Belletristik aus den 90ern, die im Müll landet; gelegentlich auch Bücher von 1698 - in der Geschenkabteilung ist es auf jeden Fall abwechslungsreich). Um die Bücher einzuarbeiten, bearbeite ich den Eingang, die Rechnung der Buchhandlung, inventarisiere das Buch (Stempel, Signatur usw.) und katalogisiere das Buch. Letzteres tue ich anhand unseres *Sarkasmus an* absolut glorreichen und leichtverständlichen Regelwerkes RDA (siehe Foto) *Sarkasmus aus*, welches Lehrer und Bibliotheken sehr gerne jeder komplett anders auslegt.

An der Information war ich bisher nur sehr kurz, weil das bei uns eher der Job der Bibliothekare ist. Dort bekommt man seinen Nutzerausweis (für den die meisten erst bei uns zur Ausleihe gehen) und kann Fragen zur Recherche stellen etc.
Einer der interessantesten Abteilungen bei uns ist wohl die Restaurierung bzw. die Buchbinderei, wo man Aufträge für die Buchbinder schreibt und sehr viel über den Aufbau eines Buches lernt. In der Buchbinderei selbst ist es sehr interessant, die beschädigten Bücher vom 16.-21. Jahrhundert zu reparieren und zu erfahren, wie das ganze geht.

Fernleihe sagt euch vielleicht etwas. Wenn ein Buch in eurer Stadt nicht verfügbar ist, bestellt man es darüber gegen eine kleine Gebühr. Wenn ich in der Abteilung bin, kümmere ich mich um den Eingang und den Ausgang und teile den Bibliotheken mit, ob sie sie schlau waren und ein bereits ausgeliehenes Buch bestellte haben oder ob sich das Buch auf dem Weg befindet.
In der Zeitschriftenstelle werden ähnlich wie in der Medienbearbeitung die zusammengebundenen Zeitungen und Zeitschriften eingearbeitet; dort darf ich neben der Eingangsbearbeitung, Rechnungsbearbeitung und Inventarisierung aber auch die Bestellung selbst machen.
Gelegentlich helfe ich auch im Magazindienst aus, wo wir die Bücher, welche Nutzer über den Onlinekatalog aus unseren Magazinen bestellen, einsammeln und täglich so die 20km laufen.

Die Beschriftung erklärt sich glaube ich von selber; die Abteilung "Regionales" ist im Prinzip dasselbe wie die Medienbearbeitung, halt nur für in oder über die Region veröffentlichte Publikationen (was gar nicht so wenig ist, da das meiste - außer die Ostfriesenkrimis von diesem nervigen Klaus-Peter Wolf - nicht in einem Verlag sondern als Selfpublisher veröffentlicht werden). Über die Verwaltung fange ich erst mal gar nicht an, es ist einfach nicht mein Ding, mir Haushaltspläne oder Gesetzestexte anzuschauen.


Ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht mit Informationen erschlagen, und das euch dieser Beitrag gefallen hat. Ich würde mich sehr über Fragen, Anregungen oder Feedback freuen und wünsche euch einen guten Start ins Wochenende!


Ps.: Sagt Hallo zu Bücherregal Nr. 4 😍

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Sonntag, 12. Mai 2019

{Bericht} Lesung von Ava Reed und C. E. Bernard am 03.05.19 im Hugendubel Hannover
12.5.190 Kommentare



Fangirling und der ganz normale Wahnsinn

Ich muss zugeben, dass sich die Stunden Hin- und Rückfahrt wirklich gelohnt haben, da ich dort "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen" von meinem SuB erlöst habe (das Buch ist oberhammermegatoll. Absolute Empfehlung!) . Eigentlich war es ja eine Schnapsidee, nach der Schule in Bremen mit Rikas Bookshelf direkt weiter nach Hannover zu fahren, aber ich bin froh, dass wir es durchgezogen haben. Nun ja, auf jeden Fall kamen wir etwa 10 Miuten vor Beginn der Lesung an und es war sooooo voll! Also richtig voll!

Und als Ava und Christine schließlich kamen (und Rika und ich Laura von Zeilenverliebt bemerkt hatten) hatte ich schon halbwegs einen Herzinfarkt. 

Die beiden haben sich wunderbar verstanden. Ich hätte den beiden einfach endlos lange zuhören können, weil die beiden einfach so viel Humor mitgebracht haben. Es hab ein paar schöne Textstellen aus "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen", "Palace of Glass" und "Palace of Fire" zu hören (mein Gott konnten die beide gut lesen! Und bei Avas Textstellen hätte ich fast geheult) und viel im Bezug auf das "lustigere" Buch von Christine (im Vergleich mit Ava) zu lachen.





Es gab aber auch Themen, wie z.B. die Autorinnen zum Schreiben gekommen sind oder Ava einfach mal mehr über die Hintergründe von ANUGVD erzählt hat. Es wurde über Mental Health gesprochen, über einen Hund, der Christine nie ausreden lassen wollte, zukünftige Projekte, aber auch darüber, wie Christine "Palace of Glass" auf Englisch geschrieben und der deutsche Verlag es hat übersetzen lassen (obwohl sie der deutschen Sprache eindeutig mächtig ist). Durch diese letztere Geschichte ist Rika endlich meinem "Palace"-Hype verfallen und hat sich übrigens auch den ersten Teil gegönnt. 

Was ich besonders toll bei dieser Lesung fand, war die Offenheit der Autorinnen. Ava und Christine haben auch viel Privates erzählt, was nicht jeder Autor einfach so macht. Zumal z.B. Ava selbst an Panikattacken leidet, wie sie im Buch schon erläutert hat, fand ich es sehr stark von ihr. 

Ava war dann doch übrigens kleiner als ich erwartet hatte, als Rika und ich ihr endlich bei der Signierstunde gegenüberstanden, und ein total lieber Mensch (mit einer richtig schönen neuen Brille ;) ).





Christine war aber natürlich auch total nett - ich auch zu ihr, da es einen vierten Band der "Palace"- Saga geben wird (hahaha, aber ich war echt aggressiv nach dem Ende des dritten Bandes) - und eventuell hat mir ein Vögelchen gezwitschert, dass Band 4 aus mehreren Perspektiven geschrieben sein wird und dass Christine an einem Projekt arbeitet, in dem eine Figur Rika heißen wird...*räusper* *hüstel*

Der Besuch der Lesung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe viel gelacht, kurz fast geweint und ein bisschen mehr gefangirlt. Ich hoffe einfach mal, Rika geht es genauso und verabschiede mich von diesem Beitrag mit diesem gemeinsamen Bild.




Bis zum nächsten Mal!

Eure Vera


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Mittwoch, 8. Mai 2019

{Rezension} Wenn Donner und Licht sich berühren | Brittainy C. Cherry | Werbung
8.5.19 2 Kommentare

Klappentext



Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke – wo es vielleicht schon zu spät ist.


Meine Meinung

 

Einleitung

 

Ich habe schon so viel gutes über die Autorin gehört und so viele Bücher von ihr auf meiner Wunschliste, dass ich einfach UNGLAUBLICH GLÜCKLICH war, als dieses Rezensionsexemplar SIGNIERT bei mir zu Hause angekommen ist. Wie ich mein erstes Buch der Autorin fand, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest...

 

Cover, Haptik, Playlists & Co.

 

Endlich mal ein New Adult - Roman ohne Menschen auf dem Cover! Auch wenn man über die Übersetzung des Titels streiten kann, passt das Cover gut zum deutschen Titel. Ich habe zudem noch das Glück, eine signierte Ausgabe erhalten zu haben. In der vorderen Klappe des Paperbacks ist noch eine ausführlichere Inhaltsangabe zu lesen; in der hinteren befindet sich eine kurze Biografie der Autorin. Das Buch ist relativ dünn, ebenso wie das Papier, und enthält keine Playlist, dafür aber einige Songtexte.

 

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

 

Jasmine Greene ist froh, dass sich ihre Mutter mit richtig viel Mühe dazu überreden hat lassen, sie auf die richtige Highschool gehen zu lassen, auch, wenn sie dennoch nebenbei noch die vielen Gesangs- und Tanzstunden hat. Ihre Mutter engt sie ein und möchte unbedingt, dass sie erfolgreiche Popsängerin wird. Selbst der Freund ihrer Mom, Ray, mit dem Jasmine aufgewachsen ist, kann nicht viel tun, um Jas mehr Freiheiten zu geben. Eines Tages hört Jas, wie ein junger, schüchterner Mann leidenschaftlich gut Jazz auf seinem Saxophon spielt. Dieser Mann ist Elliot aus ihrer Schule, der von allen gehänselt und aufs schlimmste gemobbt wird. Langsam beginnt sie sich, für ihn einzusetzen und die beiden verlieben sich Stück für Stück immer mehr, bis das Schicksal sie droht, auseinanderzureißen...

 

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

 

Brittainy C. Cherry hat einen unheimlich poetischen, beinahe dichterischen Schreibstil und fasst Gefühle in Worte, die mir nie im Leben einfallen würden. Sie hat mich mit der kompletten Geschichte mitnehmen können und mich teilweise so sehr berührt, dass ich Tränen in den Augen hatte (was vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass der Plot in einem Punkt sehr meinem Leben ähnelt). Diese Geschichte hat mein Herz zerspringen lassen, nur um es danach mit Sekundenkleber wieder zusammenzufügen. Aber bevor ich anfange, vom Plot zu schwärmen, erst mal ein bisschen was zu den Charakteren. 

Ich muss sagen, dass es bei mir jedenfalls Liebe auf den ersten Blick, was Elliot angeht. Er ist schüchtern, eher schmächtig und wird von seinen Mitschülern gemobbt, weil er stottert und sich nicht wirklich wehren kann. Jasmine hingegen ist sofort beliebt, als die anderen sie kennenlernen. Allerdings versteht niemand sie so gut wie Elliot, denn die beiden teilen etwas: Die Leidenschaft für Musik. Eigentlich dreht sich die komplette Geschichte um die beiden, aber es gibt auch noch wichtige, andere Charaktere, die einen bedeutenden Wert für die Geschichte haben. Zu diesen gehören Elliots Schwester und sein Onkel TJ, aber auch der Mitschüler Todd. 
Alle Charaktere machen starke Entwicklungen und schwere Zeiten durch. Vor allem konnte ich mich aber mit den meisten der Charaktere identifizieren.

So viel kann ich nun leider nicht zum Plot sagen, da ich ansonsten alles vorweg nehmen würde, wenn ich nur ein Stichwort sagen würde. Ich kann aber sagen, dass besonders Musik in diesem Buch eine zentrale Rolle spielt, und die Geschichte sehr traurig ist. Eine Packung Taschentücher wäre auf jeden Fall sinnvoll; da mir vor allem das Mobbing von Elliot und noch andere Dinge sehr zugesetzt haben. 
Dieses Buch kann ich einfach nur jedem ans Herz legen, der auf Herz, Freundschaft und Liebe und die ganz großen Gefühle in Büchern steht.

 

Fazit

 

"Wenn Donner und Licht sich berühren" ist ein gefühlvoller Roman mit starken Protagonisten, die viel durchmachen müssen, einem poetischen Schreibstil und einem schönen Plot. Mein erstes Buch von Brittainy C. Cherry ist definitiv ein Literarisches Meisterwerk, dass mich nicht so schnell wieder loslassen wird. 


  

Ich habe die anderen Bücher der Autorin definitiv auf meine Wunschliste gesetzt!!! <3

Zitat

 

 Mit Zeit und Herzschmerz lernte ich die härteste Lektion meines Lebens: Du kannst Liebe nicht erzwingen, und wenn du dich noch so sehr darum bemühst. Du kannst niemanden zwingen, dich zu lieben, stolz auf dich zu sein, sich um dich zu sorgen. Das Einzige, auf das du Einfluss hast, ist deine eigene Seele und herauszufinden, was dein Herz schlagen lässt. 
- Jasmine auf Seite 182 -

 

Fakten

 

! Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung !
Originaltitel: Behind the bars
Titel: Wenn Donner und Licht sich berühren
Autorin: Brittainy C. Cherry - hat einen Abschluss der Carroll Universität in Schauspiel und Creative Writing und schreibt hauptberuflich Theaterstücke und Romane
Übersetzer: Katja Bendels
Seiten: 384
Verlag: LYX
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: 29.04.2019
Taschenbuch: 12,90€
E-Book: 9,99€

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Sonntag, 5. Mai 2019

{Rezension} Cat & Cole - Ein grausames Spiel | Emily Suvada | Werbung
5.5.19 2 Kommentare

 

Achtung! Dies ist der zweite Band der Reihe "Cat & Cole". In dieser Rezension gibt es Spoiler zum ersten Band!

 

 Klappentext

 

Die Seuche ist vorüber, aber der Kampf hat gerade erst begonnen!


Cat ist erschöpft, verwundet und schockiert über die grausame Entdeckung über ihren Vater. Sein Plan: die komplette Menschheit nach seinen Wünschen umzuprogrammieren. Cat und Cole müssen ihn aufhalten und dafür eine Allianz mit dem Feind eingehen. Aber überall warten Lügen und Betrug. Cat muss alles und jeden, dem sie vertraut, infrage stellen. Und während ihr Vater immer zwei Schritte voraus ist, stellen sich Cats Geheimnisse, versteckt in ihrem eigenen Kopf, als größte Bedrohung heraus ...


Meine Meinung

 

Einleitung

 

Ich weiß nicht, ob ihr euch noch daran erinnern könnt, aber eine der ersten Rezensionen auf diesem Blog war eine Art Fangirling zum ersten Band der "Cat & Cole"-Reihe (hier gelangt ihr zur Rezension des ersten Bandes). Von dem Debüt der Autorin war ich geflasht, und umso mehr gefreut habe ich mich, als ich gelesen habe, dass der Thienemann-Esslinger-Verlag mir ein Rezensionsexemplar des zweiten Bandes zusendet. Ob die Reihe mich weiterhin überzeugen konnte, könnt ich nachlesen, wenn ihr weiter scrollt...:)

 

Cover, Haptik, Playlists & Co.

 

Leute, sagt mir bitte, dass ihr das Cover genauso schön findet wie ich. Der Spotlack glänzt einfach unglaublich schön, und im Vergleich zum ersten Band finde ich dieses Cover noch ein wenig gelungener, auch, wenn es wieder eine Hydra-Wolke zeigt. In der vorderen Innenklappe der Klappenbroschur ist der Klappentext abgedruckt; in der hinteren eine Kurzbiographie der Autorin. Das Papier ist angenehm dick; allerdings befindet sich im Buch weder eine Playlist noch eine Karte oder sonstiges. 

 

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

 

Cat, Cole und Lee sind auf der Flucht vor der Organisation Cartaxus, nachdem sie herausgefunden haben, was Lachlan mit dem Impfstoff vorhat und wer Cat in Wirklichkeit ist. Doch dann scheint sich das Virus wieder auszubreiten, eine neue Mutation, bei der es keine vorhersehbaren Stadien gibt, während Cat mit den langsam zurückkehrenden Erinnerungen von Jun Bei und mit ihrer Beziehung mit Cole zu kämpfen hat. Denn die steht auf dem Prüfpunkt, als die drei sich gezwungenermaßen Cartaxus anschließen müssen, um Lachlan zu töten, als Cat sich immer mehr zu benehmen scheint wie Jun Bei, und Mato, einen der wohl besten noch existierenden Programmierer kennen lernt...

 

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

 

Emily Suvada hat einen extrem bildhaften, und dadurch manchmal auch brutal ehrlichen Schreibstil. Sie schreibt aus der Ich-Perspektive von Cat, beschönt Dinge nicht und beschreibt gerne detailliert, was gerade passiert oder wie ein Panel aussieht - aber auch, wie es aussieht, wenn ein Mensch explodiert. Am Anfang hat sie ganz nebenbei noch zum Glück kurz ein paar Erinnerungen zu Band 1 einfließen lassen, sodass ich nicht gleich Band 1 nochmal lesen musste, um in diese Hightechwelt wieder einzutauchen. 

Vor dem Lesen dieses Bandes habe ich die kürzlich veröffentlichte, überall kostenlos erhältliche Kurzgeschichte zu der Reihe gelesen, und ich kann nur sagen, dass es sich gelohnt hat, da man z.B. Annas Verhalten Cat gegenüber in diesem Band besser versteht. Anna stößt in diesem Band neben dem sehr intelligenten Programmierer und Mitglied des Zentralkommandos von Cataxus Mato nämlich zu dem Trio hinzu. Bei Mato musste ich zwar innerlich ein wenig auftstöhnen, weil ich die typische Dreiecksliebesgeschichte erwartet habe, aber verglichen mit Band 1 war in Band 2 weniger der Fokus auf dem Thema Liebe. Aber zurück zu den Charakteren: Dadurch, dass Cat nun weiß, dass sie Jun Bei ist, ist sie unsicher wegen der Dinge, die Cole für sie empfindet, aber auch wegen der Dinge, die Jun Bei getan hat. Cole verbirgt auch etwas mit Anna vor ihr, und das Tut sowohl der Liebe als auch der Freundschaft nicht wirklich gut.

Vom Plot her hatte ich ehrlich gesagt niedrigere Erwartungen, da der erste Teil mich von der von der Autorin erschaffenen Welt einfach sprachlos hinterlassen hat, aber sie hat es trotzdem noch geschafft, mich noch sprachloser zu machen. In diesem Teil gab es so viele Geheimnisse, Intrigen und neue offengelegte Ereignisse, dass ich manchmal bei gewissen Dingen einfach sprachlos auf das Buch starren konnte. Diese Technologien, die die Autorin hier erschafft, diesen absolut brillianten Bösewicht, den sie hier einbaut (Lachlan erinnert mich immer ein wenig an Thanos, warum auch immer) und vor allem die Themen, die sie hier unter anderem anspricht (Ist Gentech nötig? Lässt sich der Tod vermeiden, wenn es nur eine psychische Einbildung ist? Kann ein Körper zwei Bewusstseins beherbergen?...) sind einfach einerseits total abwegig und andererseits wissenschaftlich hoch interessant. Und nach DEM Cliffhanger kann ich es einfach kaum erwarten, weiterzulesen!

 

Fazit

 

"Cat & Cole - Ein grausames Spiel" ist eine absolut brillant gelungene Fortsetzung voller Intrigen, Hightech, Geheimnisse, Spannung und so viel mehr. Der bildhafte Schreibstil und die individuellen Charaktere sorgen neben dem Cliffhanger noch zusätzlich dafür, dass ich unbedingt und jetzt sofort wissen möchte, wie es mit diesem Literarischen Meisterwerk weiter geht!

Ich will Band 3! Jetzt!!!

 

Zitat

 


 „Welchen Instinkt hast du getestet?“ „Den Einzigen, der wirklich zählt“, sagt sie, als sie sich mit leuchtenden Augen zu mir umdreht. „Den, den jeder finden will. Niemand hat ihn je als Instinkt gesehen, aber ich wusste, dass es so war. Ich wusste, dass ich den Ursprungscode einsetzen konnte, um ihn zu unterdrücken, aber dann sind all diese Leute gestorben.“ Die Bildschirme neben mir scheinen zu pulsieren. „Aber Instinkte bringen einen nicht um.“ „Aber sicher tun sie das. Wenn Ärzte Leuten mitteilen, dass sie sterben werden, tun sie das manchmal wirklich – selbst, wenn es eine Fehldiagnose war.“ - Jun Bei zu Cat -


Fakten

 

! Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag dafür !
Originaltitel: This Cruel Design
Titel: Cat & Cole - Ein grausames Spiel
Autorin: Emily Suvada - hat Mathematik studiert und ist quasi mit ihren Algorithmen verheiratet
Übersetzer: Vanessa Lamatsch
Seiten: 464
Verlag: Planet! (Thienemann-Esslinger)
Genre: Young Adult / Dystopie
Erscheinungsdatum: 11.04.2019
Gebundene Ausgabe: 17,00€
E-Book: 12,99€

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Dienstag, 30. April 2019

Mein Lesemonat | April 2019
30.4.19 2 Kommentare

"Avengers - Endgame", ein aktives Sozialleben und "Game of Thrones"

 

 

Ich weiß nicht, was diesen Monat passiert ist, aber ich habe zwei verdammt göttliche Bücher gelesen, zu denen bald die Rezensionen online gehen, war zwei mal im Kino und habe ein aktives Sozialleben.

Ihr werdet es wahrscheinlich nicht glauben, aber ich war diesen Monat zum ersten Mal seit 3 Monaten Bücher shoppen. Und zwar mit Rika! Ich glaube, in so vielen Buchhandlungen war ich lange nicht mehr. Zufällig haben wir im Thalia noch eine trashige Verfilmung von J.K. Rowlings Leben gesehen, die echt...na ja, witzig war. Wir haben uns jedenfalls totgelacht. 

Ein paar Tage später waren wir nach Beginn der Herbstferien auch noch in Bremerhaven auf einer Lesung von Marah Woolf, wie ihr vielleicht im Blogbeitrag gesehen habt, und haben die Blogreihe "Game Of Libraries" gestartet. Passend zum Titel habe ich nun auch endlich die erste Staffel "Game Of Thrones" mit einer Freundin gesehen, und ich kann schon mal sagen, dass ich abgesehen von der Brutalität in dieser Serie sie eigentlich alleine von den Effekten usw ziemlich gut finde. Ich werde die Serie auf jeden Fall demnächst weiterschauen! 

Dann gab es endlich den neuen Trailer zu "Der König der Löwen" und "Star Wars", und ich war, wie ihr in meiner Filmreview nachlesen könnt, in "After Passion". Außerdem habe ich mich nun getraut, meinen ersten Anime zu schauen, und zwar "Sword Art Online". Ich muss sagen, dass mir die Serie überraschend gut gefallen hat...

Und von "Endgame" will ich erst gar nicht anfangen. Es war ein Wechselbad der Gefühle, mehr verrate ich aufgrund #dontspoiltheendgame nicht :)

Nächsten Monat freue ich mich auch schon riesig auf "Aladdin", seitdem ich Will Smith als Genie (?) im Trailer gesehen habe. Allerdings fängt da auch die Klausurenphase an, weshalb ich vielleicht weniger Zeit zum bloggen habe...

Heute geht es erst einmal zu den Bücherhallen nach Hamburg, Freitag zur Lesung nach Hannover von Ava Reed und C. E. Bernard und Samstag Bücher shoppen. Alles natürlich mit Rika und Freunden  :)

GELESEN: 


7 Rezensionsexemplare



Die Legende der vier Königreiche - Besiegelt | Amy Tintera | Seiten: 352 |  3 ⭐

Cat & Cole - Vergessene Wunden | Emily Suvada | Seiten: 37 | 4 ⭐

Morgen irgendwo am Meer | Adriana Popescu | Seiten: 480 | 4 ⭐

 
Stoneheaven | Tanja Heitmann | Seiten: 480 | Rezensionsexemplar | 2 ⭐

Cat & Cole - Ein grausames Spiel | Emily Suvada | Seiten: 464 | Rezensionsexemplar | 5 ⭐ | MONATSHIGHLIGHT

Wenn Donner und Licht sich berühren | Brittainy C. Cherry | Seiten: 375 | Rezensionsexemplar | 5 🌟


1 selbst gekauftes Exemplar



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gelesene Seiten insgesamt: 2860


NEUZUGÄNGE:


8 Rezensionsexemplare


- Morgen irgendwo am Meer | Adrinana Popescu
- Cat & Cole 2 | Emily Suvada
- Wenn Donner und Licht sich berühren | Brittainy C. Cherry
- Gläsener Sturm | P.C. Cast, Kristin Cast
- Golden Darkness | Sarah Rees Brennan
- Jeden Tag ein Wort von dir | Cheyanne Young
- The Ivy Years 4 | Sarina Bowen
- Up All Night | April Dawson


8 selbst gekaufte Bücher


 - Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen | Ava Reed | 16, 95€
- Batman | Marie Lu | 17,95€
- Brave | Jennifer L. Armentrout | 14,99€
- Das Reich der sieben Höfe - Frost und Mondlicht | Sarah J. Maas | 17,95€
 - Mirage | Somaiya Daud | 15,00€
- Prinzessin Undercover 2 | Connie Glynn | 17,00€
- Warcross 2 | Marie Lu | 18,95€
- Windborn | Jennifer Alice Jäger | 18,00€

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Gesamtausgaben für Bücher: 135,79€ - bääääm, Leute, ich war wieder Bücher shoppen!



RESTANZAHL DER BÜCHER AUF MEINEM SUB:

 
 24 - ähm, ja, ich war mal wieder Bücher shoppen.......



ANZAHL DER SEITENAUFRUFE MEINES BLOGS: 


1436 - DANKE! <3
MEINE VORBESTELLUNGEN FÜR MAI:


-   Sunset Beach | Kira Licht
- Dark Love 4 | Estelle Maskame
- Drei Schritte zu dir | Rachel Lippincott
- Hope und Dean | Colleen Hoover
- Clans of London | Sandra Grauer
- Kiss me once | Stella Tack
- Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte | Anne Freytag
- Falling Fast | Bianca Iosivoni
- Spiel der Ehre | Marie Rutkoski

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Sonntag, 28. April 2019

{Filmrezension} After Passion - Buch vs. Film
28.4.190 Kommentare




Mal wieder eine schlechte Umsetzung

 

Wie ihr vielleicht über mein Instagram-Profil mitbekommen habt, war ich vor ein paar Tagen in der Verfilmung von "After Passion", der ich ja dank der Trailer schon ziemlich skeptisch gegenüber stand. Leider zu Recht.

Vergleicht man das Buch mit dem Film, erzählt der Film eine komplett andere Geschichte.
Im Film gibt es fast keine Entwicklung von Hardins und Tessas Kennenlernen bis zum Zusammenkommen, nach dem ersten 20 min sind sie quasi ein Paar. Der erste Kuss findet dort bei der Szene im Fluss statt, anstatt wie im Buch in Hardins Zimmer. Die beiden daten sich in einem Diner. Das Zusammenziehen findet nur statt, weil Tessas Mom den Geldhahn zudreht. Das Treffen bei Hardins Vater oder seine Streiterein mit Tessa wurden auch komplett weggelassen, ebenso wie die Sexszenen, die doch viel im Buch ausmachen. Der ganze Film wirkte harmlos und wie für Kinder gemacht. Selbst am Ende, wo im Buch herauskommt, das Hardin mit den anderen aus seiner Clique gewettet hat, dass er es schaffen würde, Tessa zu entjungfern, wurde die Wette verharmlost und beschlossen, den lieben Hardin Tessa nur eine Beziehung vorzuspielen. 

Auch die Charakteränderungen fand ich merkwürdig. Landon war plötzlich schwarz - versteht mich nicht falsch, ich finde das vollkommen okay, aber im Buch stand nun mal dass er weiß ist - und Tristan war plötzlich ein Mädchen. Tessas Mom war viel zu nett im Vergleich zu der Furie im Buch. 
Hardin selbst war gar nicht so wütend und aggressiv, sondern eher fast nett und vor allem weichgespült, und Tessa hat gar nicht so wie ein Bücherwurm auf mich gewirkt. Zwischen Hardin und Tessa hat mir einfach die Anziehungskraft und die Chemie gefehlt. Die Leidenschaft und die Streits, die im Buch so viel ausmachen. 

Hätte ich das Buch nicht gelesen und somit nicht den Vergleich, wäre der Film eine gute Teenieromanze für Zwischendurch. Vergleicht man aber das Buch mit dem Film, an dem die Autorin auch nochmitgearbeitet hat, fehlen so viele zentrale Punkte der Geschichte, so dass ich den Film eindeutig nicht empfehlen kann. 

Was denkt ihr darüber? Habt ihr den Film gesehen bzw. habt ihr vor, ihn euch anzuschauen?

Eure Vera





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Donnerstag, 25. April 2019

Game Of Libraries - Grundlegendes über Bibliotheken und die Mitarbeiter
25.4.19 14 Kommentare



Hallo ihr lieben!


Wie schon von Rika in diesem Beitrag angekündigt, starten wir eine Bibliotheksreihe rund um unseren Alltag und Grundlegendes. Über mein Hauptmenü gelangt ihr direkt zum Reiter "Game Of Libraries", wo ihr eine chonologisch geordnete Übersicht mit allen Beiträgen von mir und Rika findet.
Bevor ich mit den grundlegenden Infos beginne, eines vorab: Für Ideen, Fragen und Anregungen sind wir jederzeit offen, egal ob per Mail, in den Kommentaren oder via Instagram.


Was ist eine WB - oder eine ÖB? 😯

WB steht für wissenschaftliche Bibliothek. Zu den wissenschaftlichen Bibliotheken gehören Landesbibliotheken, Unibibliotheken, Staatsbibliotheken usw. WBs werden meistens vom Land oder Staat finanziert, haben hauptsächlich Fachliteratur und keine Belletristik und sind für den erweiterten Informationsbedarf der Bevölkerung zuständig. Also, wenn ihr, wie bei mir in der Landesbibliothek, nach dem neuesten Roman von Bianca Iosivoni fragt, wird man euch nur schräg angucken und freundlich auf die Stadtbibliothek hinweisen. Wir haben exakt zwei Regale Belletristik, und dazu gehören hauptsächlich Bronte, Austen, Shakespeare und Harry Potter auf Platt. Wissenschaftliche Bibliotheken werden meistens von Forschern, Studenten, Schülern und wissenschaftlich Interessierten genutzt. Vor allem in Unibibliotheken kann man sich übrigens darauf verlassen, dass viele Bücher aufgrund der Studenten nicht an ihrem Platz stehen, da diese sich gegenseitig bekriegen. Sowohl in Staats- als auch der Landesbibliothek ist neben der Deutschen Nationalbibliothek (die alle Publikationen aus und über Deutschland zweifach als Pflichtexemplar für ihre Standorte in Leipzig und Frankfurt erhält) ein Pflichtexemplar fällig; im Falle einer Staatsbibliothek sind dies Publikationen (=Veröffentlichungen) die z. B. in und über Niedersachsen erschienen sind. Im Falle meiner Landesbibliothek sammeln wir, auch wenn wir KEINE bis wenige Belletristik zu kaufen pflegen, sämtliche Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter-Wolf, weil wir Regionale Publikationen sammeln. Außerdem sind die meisten Staats- und Landesbibliotheken, gelegentlich auch Unibibliotheken, teilweise Magazinbibliotheken, wie bei mir in der Landesbibliothek. Das bedeutet, dass etwa 97% unseres gesamten Bestandes (=Bücher) entweder im Tresor sind, weil sie unbezahlbaren Wert haben, oder in einem von unseren Magazinen (siehe Foto) stehen. Um sie auszuleihen, müssen Nutzer sie über unseren Onlinekatalog bestellen, damit sie vorne an die Ausleihe gebracht werden.



Rika arbeitet in einer ÖB, einer öffentlichen Bibliothek. Jeder von euch wird diese kennen. Dazu gehören Stadtbibliotheken, Gemeindebibliotheken usw. Sie sind dafür zuständig, die Bevölkerung mit Grundinformationen zu versorgen und haben besonders viel Einfluss auf das Lesen lernen, wie z.B. mit Bilderbuchkinos, Schulbesuchen oder Lesungen. ÖBs werden von der Stadt, der Kommune oder der Gemeinde finanziert und haben hauptsächlich Belletristik, aber auch Sachbücher und vor allem meine geliebten Kinder- und Jugendbücher. Im Laufe der Zeit lassen sich aber mittlerweile auch Games, Konsolen, Roboter, CD/DVDs, 3D-Drucker ("Maker-Space") und vieles mehr entdecken.

Eines noch nebenbei: Wenn ihr einer Bibliothek Bücher schenken wollt, achtet bitte darauf, ob die Bib eine WB oder ÖB ist. Eine WB wie die Landesbibliothek kann z.B. mit einem Geschenk wie dem neuesten Roman von J.K. Rowling leider nicht viel anfangen, sondern eher die Stadtbibliothek, aber letztere nicht mit Büchern aus der Belletristik, die vor mehr als 3 Jahren erschienen sind oder sich in einem schlechten Zustand befinden.


Wer arbeitet in einer Bibliothek?

 

Nein, in der Bib arbeiten nicht nur Bibliothekare, wie es jeder annimmt!
Zuerst etwas zum Thema FaMI, neben den Bibliothekaren die einzige Berufsgruppe in der Bib. Rika und ich machen die Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste mit dem Schwerpunkt Bibliothek. Dies ist eine 3-jährige, duale Ausbildung, für die man einen guten Realschulabschluss benötigt. Es gibt mehrere Möglichkeiten in und um Niedersachsen, wie der Alltag ist. Man kann z. B. wenn man in Hannover zur Schule geht, vier Wochen hintereinander Schule haben und vier Wochen hintereinander arbeiten. Wenn man, wie in meinem Fall, zur Schule in Bremen geht, hat man zweimal wöchentlich Schule und arbeitet drei Tage lang.
Als FaMI berät man Kunden und leiht Bücher aus, arbeitet im Magazindienst oder in der Medienbearbeitung, wo die Bücher und alles andere eingearbeitet werden. FaMIs sind im Prinzip die Assistenten der Bibliothekare.

Bibliothekar im gehobenen Dienst kann man über ein Studium mit dem Bachelor (6-7 Semester) werden. Möchte man in den höchsten Dienst, den erhöhten Dienst, muss man einen Master (Bachlor + 3-4 Semester neben Referendariat) machen. Bibliothekare kaufen zumeist den Bestand ein, haben des öfteren Leitungspositionen (besonders diejenigen im erhöhten Dienst), geben Auskunft im Lesesaal und kümmern sich um die Einarbeitung von Zeitungen und Zeitschriften, geben Führungen, digitalisieren alte Bestände, geben Schulungen und vieles mehr.

In Unibibliotheken gibt es meist noch die studentischen Hilfskräfte, die z. B. an der Ausleihe aushelfen, da Unibibs meist sehr lange (z.B. 8 - 24 Uhr) geöffnet haben, damit die FaMIs und Bibliothekare nicht so viele Überstunden machen müssen.


Zum Ende hin ein kleiner Buchtipp: Wer gerne historisches mag und mehr über den Bibliotheksalltag erfahren möchte, sollte unbedingt mal "Animant Crumbs Staubchronik" lesen!

Und - was hat euch überrascht? Wusstet ihr schon etwas?

Bald geht es weiter mit der Reihe - der nächste Beitrag handelt von unserem Bibliotheksalltag!

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