August 2019 - Veras Literaturtraum

Samstag, 24. August 2019

{Rezension} Die magische Pforte der Anderwelt | Sandra Regnier | Werbung
24.8.190 Kommentare

Klappentext

 

Die unterirdischen Gassen Edinburghs sind für die 16-jährige Allison nichts weiter als eine Touristenattraktion. Bis sie bei einer Führung mit ihrer Schulklasse aus Versehen eine mysteriöse Pforte öffnet und unsägliches Chaos anrichtet. Denn von nun an heftet Finn sich an ihre Fersen, der zwar verdammt gut aussieht, aber leider ziemlich arrogant ist und obendrein behauptet, ein Elfenwächter zu sein. Er verlangt von Allison, das Tor zur magischen Welt wieder zu schließen. Doch wie soll sie das anstellen, wenn sie noch nicht mal an die Existenz von Elfen glaubt?


Meine Meinung

 

Einleitung

 

Vor einiger Zeit - ich glaube, es war 2016 - habe ich die Pan-Trilogie von Sandra Regnier gelesen und sehr gemocht. Umso mehr habe ich mich gefreut, als Buch Contact mir den ersten Band des Spin-Offs als Rezensionsexemplar - vielen Dank dafür - angeboten hat, da ich obwohl es schon 2017 erschienen ist es noch nicht gelesen hatte. Band 2 erscheint übrigens schon in zwei Monaten!

 

Cover, Haptik, Playlists & Co.

 

Das Cover finde ich ausgesprochen schön. Es zeigt das Internat, in dem die Protagonistin lebt und den Pan, was auf den Inhalt zurückzuführen ist. Das Buch selbst ist ein Taschenbuch und lässt sich angenehm anfassen. Karten, Playlists oder ähnliches gibt es nicht. Bei meinem Exemplar lag zusätzlich noch ein Lesezeichen dabei, außerdem ist es mit einem Stempel und einer Signatur natürlich in kleiner persönlicher Schatz.

 

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

 

Allison begleitet ihre besten Freundinnen eigentlich nur ungern ins Mary Kings Close, eine Art Tunnelstadt unterhalb Edinburghs. Bei ihrem Besuch dort verteilt sie unbeabsichtigt ihr Blut auf eine der historischen Wände - und Finn, der Wächter der Pforte zur Anderwelt merkt, dass die Pforte geöffnet wurde. Diese Pforte ist für nichtmagische Wesen tödlich, und Finn muss Allison schnellstmöglich finden - und herausfinden, wie sie das Tor als normaler Mensch öffnen konnte. Als er sie endlich im Internat nach mehreren Todesfällen findet, weiß Allison natürlich nicht, wie sie das Tor schließen kann - geschweige denn, wer Finn ist und wohin die Pforte führt...

 

Das Wichtigste: Schreibstil, Plot & Charaktere

 

Der Schreibstil von Sandra Regnier ist sehr jugendlich geprägt, kann aber dennoch Emotionen gut herüberbringen. Sandra schreibt aus der Sicht von Allison in der Ich-Perspektive und erläutert auch Begriffe, die man vielleicht als Schottland- bzw. Edinburghlaie nicht unbedingt weiß. Ganz nebenbei lässt sie auch gerne Bemerkungen bezüglich One Direction los - was mir als Directioner natürlich gefällt.

Von den Charakteren her muss ich zugeben, dass die Protagonisten Allison und Finn sehr klischeehaft sind, was leider in dem Genre Romantasy mittlerweile nur noch selten zu vermeiden ist. Allison ist nach einem Unfall während der Abenteuerreisen ihrer Dokumentarfilmereltern nun im Internat gelandet und hat dort ihre besten Freundinnen Camila und Emma, die leider charakterlich etwas blass geblieben sind (vielleicht erfährt man ja in Band 2 mehr von ihnen). Finn ist ein sehr, sehr sturer, bockiger und gutaussehender Elf (ähnlich wie Cassian aus der FederLeichtSaga). Er hat irgendwie Mist in der Anderwelt gebaut und muss jetzt zur Strafe das Tor bewachen. Allerdings kann er aber auch sorgenvoll sein und kümmert sich wenn seine weiche Seite durchscheint wirklich sehr lieb um Allsion.

Vom Plot her gibt es zu Beginn die typische Einleitung, in der wir Allison und ihre Freundinnen erstmal in ihrem Alltag näher kennenlernen. Doch nach 50 Seiten wurde es so langsam mysteriös und bis zum Ende wird es immer spannender, aber auch ein bisschen romantischer. Gleichzeitig tun sich immer mehr Fragen auf, vor allem bezüglich Finn, aber auch bzgl. der Anderwelt, die hoffentlich in Band 2 und 3 geklärt werden. Übrigens kommen auch einige der Charaktere aus der Pan-Trilogie zu Wort, weshalb auch Pan-Fans definitiv belohnt werden! Allerdings kann man dieses Spin-Off auch ohne Vorkenntnisse lesen. Das Ende selbst ist ein besonders heftiger Cliffhanger. Da das Buch schon vor zwei Jahren erschienen ist, bin ich ehrlich gesagt sehr froh, dass ich jetzt erst pünktlich zum Erscheinen von Band 2 gelesen habe, da ich jetzt auf jeden Fall weiterlesen möchte, wo es jetzt doch so spannend geworden ist!

 

Fazit

 

Der erste Band des Pan-Spin-Offs konnte mich mit einem jugendlichen Schreibstil, einem bockigen Elf und einem mysteriösen Plot mit miesem Cliffhanger überzeugen. Ich freue mich schon sehr auf Band 2 dieses Buchschmökers!

 


 

Zitat

 

  Der Typ vor uns sah mich jetzt genauso durchdringend an. Und nachdem er die Narben auf meinen Beinen registriert hatte, schien er sich sicher. "Du", sagte er leise, aber bestimmt. "Du bist es."
- Allison auf S. 150 -

 

Fakten



! Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank dafür an Buch Contact !
Titel: Die magische Pforte der Anderwelt
Autorin: Sandra Regnier - Nachdem sie acht Jahre lang im Tourismus tätig war, übernahm sie die Leitung einer Schulbibliothek und konnte sich wieder ganz ihrer Leidenschaft widmen: den Büchern.
Seiten: 336
Verlag: Carlsen
Genre: Young Adult / Fantasy
Erscheinungsdatum: 29.09.2017
Taschenbuch: 8,99€
E-Book: 3,99€

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Mittwoch, 21. August 2019

{Kurzrezension} The Kingdom - Das Erwachen der Seele | Jess Rothenberg
21.8.190 Kommentare



Kann eine künstliche Intelligenz eine Moral oder Gefühle haben?

 


Das ist die grundlegende Frage, die in diesem Roman überraschend tiefgründig behandelt wird. Aber bevor ihr gar nichts über das Buch wisst, hier erst einmal ein bisschen was zum Inhalt. 
In dem riesigen Freizeitpark The Kingdom sind die Hauptattraktionen 7 Prinzessinnen - genannt die Fantastinnen - keine Menschen, sondern künstliche Intelligenzen, die sich genauso verhalten und genauso aussehen. Ana ist eine davon. In einem Mammutprozess wird nun geklärt, ob sie den Wachtmann Owen ermordet hat. Aber kann es überhaupt möglich sein, dass eine künstliche Intelligenz eine eigene Moral oder gar Gefühle entwickelt?
Wie ihr vielleicht schon hören könnt, spielt das ganze in einer futuristischen Welt voller Möglichkeiten. Ausgestorbene Tierarten können mithilfe von Technik im Körper wiederhergestellt werden und vieles mehr. Das ganze beschreibt Jess Rothenberg mit einem flüssigen Schreibstil aus verschiedenen Perspektiven, zum einen aus einer Art Protokoll (Erzähler-Perspektive) während der Prozess-Kapitel und zum anderen aus der Ich-Perspektive. Beide Perspektiven wechseln sich immer ab, zuerst kommt die Gegenwart mit einem Kapitel aus der Gerichtsverhandlung und danach die Vergangenheit mit Anas Sicht auf das gerade Besprochene.
Die Charaktere sind natürlich außergewöhnlich - schließlich ist nicht jeder Protagonist eines Romans eine Künstliche Intelligenz. Man erlebt Stück für Stück, wie Ana beginnt, ihr Leben zu hinterfragen. Besonders wichtig in ihrer Charakterentwicklung sind dabei vor allem die Nebenrollen ihrer Schwestern und des Wachtpostens Owen.
Der Plot selbst ist unheimlich spannend. Zu Beginn brauchte ich etwas, um mich an den ständigen Perspektivwechsel zu gewöhnen, aber nachdem man Anas Alltag  kennengelernt hat und etwas wirklich heftiges passiert, wird man quasi in die Welt der Fantastinnen und den Leuten, die im Hintergrund die Strippen ziehen, gezogen. Es ist ein ständiges Rätseln, was jetzt passiert ist, obwohl ich zugeben muss, dass ich mir nach etwa 100 Seiten sicher war, wie das Buch endet, weshalb es für das vorhersehbare Ende und den anfänglichen Schwierigkeiten von mir 4 von 5 Traumfängern gibt.





Was denkt ihr über das Thema "Künstliche Intelligenz" und moralische Entscheidungen?

 

Zitat

 

Gespräch nach dem Prozess [54:02:00-03:01:00]
Ana: "Warum fragen Sie nicht einfach, was sie fragen wollen? Ich habe keine Lust auf Ihre Spielchen."
Dr. Foster: "Meine Spielchen?"
Ana: "Sie grinsen. Was ist so lustig?"
Dr. Foster: "Das wirst du gleich erfahren. Aber da ist noch eine Sache, die ich nicht verstehe."
Ana: "Ich höre."
Dr. Foster: "Was hast du mit der Leiche gemacht, Ana?"

 

Klappentext

 

Du siehst aus wie ein Mensch. Du sprichst wie ein Mensch. Aber kannst du auch fühlen wie ein Mensch?
Verborgen hinter einem großen Tor liegt The Kingdom, ein atemberaubender Fantasy-Erlebnispark mit biotechnischen Lebewesen voller Schönheit und Einzigartigkeit. Unter ihnen sieben makellose Prinzessinnen, die dir jeden Wunsch erfüllen. Szenenwechsel – Gerichtssaal: Prinzessin Ana soll den Parkangestellten Owen ermordet haben, für den sie Gefühle hatte. Doch sind künstliche Intelligenzen wirklich in der Lage, Emotionen und eine eigene Moral zu entwickeln? Ein Jahrhundertprozess beginnt, in dessen Verlauf nicht weniger als die Frage nach Schuld und Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert verhandelt wird.


Fakten


Titel: The Kingdom - Das Erwachen der Seele
Autorin: Jess Rothenberg
Übersetzer: Reiner Pfleiderer
Seiten: 320
Verlag: Oetinger
Genre: Young Adult / Sci-Fi
Erscheinungsdatum: 19.08.2019
Gebundene Ausgabe: 20,00€
E-Book: 13,99€

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Freitag, 16. August 2019

{Kurzrezension} Becoming Elektra - Sie bestimmen, wer du bist | Christian Handel
16.8.190 Kommentare

Sehr zu empfehlen


Zuallererst: Dies ist einer der wenigen Einzelbände, die ich besitze, und dazu noch ein überraschend guter. Aber bevor ich hier weiterrede - in dem Roman geht es um einen Klon namens Isabel, die überraschend von der reichen Familie ihres "Originals" aus der Einrichtung geholt wird, um von nun an die verstorbene Elektra zu verkörpern. Blöd nur, das die Hamiltons ihr verschwiegen haben, dass Elektras Mörder noch frei herumläuft...
Von dem Autor habe ich bisher noch gar nichts gehört oder gelesen, weshalb ich sehr erfreut über seinen Schreibstil bin. Der komplette Roman wurde aus der Sicht Isabels geschrieben; mit Ausnahme des zweiten Epilogs (ja, es gibt zwei).
Die Charaktere sind sehr realistisch dargestellt, vor allem Isabel, die sich als Klon sehr menschlich verhält; die anderen Klone werden genauso dargestellt. Im Laufe des Romans gewinnt man ungefähre Eindrücke von den Motiven der Hamiltons, wobei Elektras Bruder mir sehr gut gefallen hat, aber auch die brutalen Eltern durchaus skrupellos wirkten. Das Setting ist, wie bei einer Dystopie gewohnt, sehr futuristisch und technisch hochmodern.
Im Plot selbst beginnt sich die Spannung langsam aufzubauen, bis zu dem Punkt, wo herauskommt, dass Elektras Mörder noch auf freiem Fuß ist. Dank des Epiloges hält der unglaubliche Spannungsboden die ganze Zeit durch, und eine kleine Romanze ist auch noch eingebaut. Es erwarten euch Intrigen, skrupellose Menschen, unerwartete Gefühle und die Frage: Kann ein Klon ebenso ein Mensch sein? 
Wie schon erwähnt, hat das Buch zwei Epiloge. Theoretisch hätte man nach dem ersten Epilog Schluss machen können, denn Epilog zwei enthält einen miesen Cliffhanger, obwohl es keinen zweiten Band geben soll. Also: Klare Leseempfehlung, aber entscheidet selbst, wie viele Epiloge ihr lest!



Zitat

 

Ich bin die Braut eines Prinzen, mit diesen Tanz feiern wir unsere Verlobung. Aber statt zu schweben, stolpere ich über meine eigenen Füße und gerate aus dem Takt. Mein Körper bebt vor Angst. Es gibt jemanden, der mich tot sehen will. Vielleicht ist es sogar mein Bräutigam selbst. Wer auch immer es ist, er setzt alles daran, dass ich diese Nacht nicht überlebe. Denn das ist die Wahrheit: Ich bin nicht Cinderella. Und dies ist kein Märchen.
- Isabel auf Seite 7 -

 

Klappentext

 

Als die junge und schöne Elektra Hamilton bei einem Reitunfall ums Leben kommt, erhält Isabel ein unerwartetes Angebot. Sie, die Elektra wie aus dem Gesicht geschnitten ist, soll deren Platz einnehmen. Sie muss lediglich für immer verschweigen, wer sie wirklich ist. Ein Leben in Luxus winkt ihr – und die Verlobung mit dem attraktiven Phillip von Halmen.
Zunächst scheint keiner Verdacht zu schöpfen. Doch Elektra hatte eigene Geheimnisse und während diese sie langsam einholen, wächst in Isabel die Gewissheit, dass Elektras Tod kein Unfall war. Wer trachtete Elektra nach dem Leben? Und wird der Mörder erneut zuschlagen?
Isabel weiß nur, dass sie keinem trauen kann …

 

Fakten

 

Titel: Becoming Elektra
Autorin: Christian Handel - übrigens selbst Buchblogger
Seiten: 415
Verlag: ueberreuter
Genre: Young Adult / Dystopie
Erscheinungsdatum: 12.07.2019
Gebundene Ausgabe: 17,99€
E-Book: 14,99€

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Montag, 12. August 2019

{Kurzrezension} Nichts zu verlieren. Außer uns. | Lea Coplin
12.8.190 Kommentare



Dieses Buch habe ich nun nach etwa 11 Monaten auf meinem SuB liegen gehabt, und nun endlich erlöst. Wenn ihr euch vielleicht erinnern könnt, wisst ihr noch, wie begeistert ich vor einem Jahr von dem Debütroman bzw. Band 1 war. Leider bekam dieser Band 2 lange nicht so viel Aufmerksamkeit. Übrigens können Band 1 und 2 unabhängig voneinander gelesen werden, da es sich um verschiedene Paare handelt. Dieses Mal begleiten wir Max und Lina auf einen spontanen Roadtrip durch Schottland, auf dem die beiden sich sehr viel näher kommen, als nach dem Zusammenstoß auf dem Flughafen gewünscht.  
Der Schreibstil ist einfach wunderbar. Flüssig, emotional und abwechselnd aus der Sicht von Max und Lina ist Lea Coplins Schreibstil ebenso gut wie in ihrem Debüt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit Max erst einmal warmwerden musste, im Gegensatz zu Lina, die mir hingegen sehr sympathisch war. Das Setting ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen, schließlich reisen die beiden quer durch Schottland - und eventuell bereisen die beiden auch einen ganz besonderen Harry Potter Ort...nun ja, zurück zum Plot. 
Der Plot hat mir gut gefallen, wenn auch weniger gut als in Nichts ist gut. Ohne dich. Lina und Max entwickeln sich im Laufe des Buches zum Positiven weiter, auch wenn die beiden einige ihrer Probleme schneller beseitigen könnten, wenn sie ehrlich zueinander sein würden.  Dennoch ist es eine schöne Geschichte für zwischendurch, vor allem aufgrund des doch romantischen Parts. 
Insgesamt kann ich also sagen, dass Band 2 ein klein wenig schwächer als Band 1, aber dennoch toll ist. Taucht ab auf einen romantischen Trip quer durch Schottland!




 

Zitat

Menschen ziehen hier vorbei, viele Menschen, die über das Kopfsteinpflaster flanieren, das den Eindruck von Mittelalter noch verstärkt. Zum ersten Mal seit meiner Ankunft habe ich das Gefühl, dass ich womöglich nicht völlig umsonst nach Edinburgh gekommen bin, dass hier mehr auf mich wartet, als nur ein bisschen Kleingeld für meine Musik. Es riecht nach einem Anfang. Nach Veränderung. Danach, einen ersten Schritt zu machen in die Richtung, in die ich gehen möchte.
- Lina auf Seite 30 -

Klappentext

 

Wie viel Vertrauen braucht die Liebe?
 
Als Max von Linden in Edinburgh aus dem Flugzeug steigt, hat er vor allem eins im Sinn: ausreichend Abstand zwischen sich und seinen verhassten Vater zu bringen. Straßenmusikerin Lina Stollberg treiben ganz ähnliche Motive in die schottische Metropole, doch ihr ist jedes Lügenmärchen recht, um von ihrer wahren Geschichte abzulenken. Als die beiden schon am Flughafen übereinander stolpern, fliegen nicht nur Gepäckstücke durch die Gegend, sondern auch Funken – es ist Antipathie auf den ersten Blick. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich. Sehr viel näher als geplant. Und nach einem Roadtrip quer durch Schottland stellt sich die Frage: Was ist eigentlich echt zwischen ihnen? Und was bleibt übrig, wenn alle Masken fallen?


Fakten



Titel: Nichts zu verlieren. Ausser uns.
Autorin: Lea Coplin - arbeitete 15 Jahre als Journalistin, widmet sich jetzt aber der Schriftstellerei - mit großem Erfolg!
Seiten: 368
Genre: Jugendbücher
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 21.09.2018
Klappenbroschur: 10,95€
E-Book: 8,99€
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Samstag, 10. August 2019

{Rezension} Meine Meinung zu Falling Fast und Flying High von Bianca Iosivoni
10.8.190 Kommentare

ACHTUNG! DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER FÜR BEIDE BÜCHER! ICH HABE EUCH GEWARNT!

 

FALLING FAST


Nicht wundern, warum ich auf dem Bild so skeptisch gucke. Das war ungefähr nach dem ersten Drittel von Falling Fast, wo ich so langsam geahnt habe, worum es wirklich geht, nachdem ich so schlau war und die Trigger nicht gelesen habe. Aufgrund der Thematik habe ich auch sehr viel länger für ein NA-Buch gebraucht als sonst, und manchmal war ich auch kurz davor, dass ganze  abzubrechen, weil das Thema mich sehr mitgenommen hat, da ich persönlich auch mit den selben Problemen zu kämpfen habe.
Zu dem Schreibstil kann ich auf jeden Fall erst mal sagen: TOP! Flüssig, leicht und emotional schreibt Bianca abwechselnd aus der Sicht von Hailee und Chase aus der Ich-Perspektive. 
Die Charaktere haben mir auch gut gefallen, besonders Chase mit seiner Einstellung, aber auch die Umsetzung von Hailee. Die Liebesgeschichte der beiden finde ich auch von den Gefühlen her gut umgesetzt.
Kommen wir zu meinem Kritikpunkt: Die Umsetzung der wichtigen Themen. In dem Buch kommen Angststörung, Tod, Verlust, Trauer, Trauerbewältigung, Suizidalität, Mukoviszidose, Drogenmissbrauch und Depression drin vor. Ein paar Themen wie z.B. Drogenmissbrauch wurden dabei nur angerissen. Welche Themen ich sehr gut umgesetzt fand, waren Tod, Verlust, Trauer und Mukoviszidose. Die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen und kam mir auch realitäsnah vor (bei dem Thema Trauer auf jeden Fall, bei Mukoviszidose kann ich nicht mitreden).
Mein allergrößter Kritikpunkt bei diesem Buch ist der Umgang mit Suizidalität als Cliffhanger sowie die "Sei mutig"-Kampagne. Ich sehe es einfach nicht ein, dass man vermutlich aus Marketingstrategie ein Buch mit einem Selbstmordversuch enden lässt, weil ein Suizid definitiv nicht als Ende eines Buches auftauchen soll! Meiner Meinung nach hätte das Ende mit Seite 50 von Flying High viel besser gepasst. Und zu der Kampagne "Sei mutig!" kann ich nur sagen, dass sie nur teilweise zum Buch passt. Da vielleicht auch von Suizid betroffene das Buch lesen könnten, könnte diese Aufforderung auch so aufgenommen werden, dass sie mutig sein sollen und die Mitmenschen endlich von sich erlösen sollen, um es mal krass auszudrücken. Deshalb finde ich die Kampagne nicht ganz geglückt. - 4 ⭐für den 1. Band


FLYING HIGH


Flying High ist meiner Meinung nach schwächer als Band 1. Der Schreibstil und die Charakterentwicklung sind nach wie vor genauso gut wie in Band 1, allerdings zieht sich der Plot und ist weitaus zäher im Vergleich zum Auftakt. Flying High setzt vor allem den Fokus auf die Beziehung zwischen Hailee und Chase, außerdem ist der Fokus etwas mehr auf Chase' Problemen und der benötigten Lösung. Was ich ziemlich unrealitisch fand, war die Tatsache, dass Hailee unglaublich schnell einen Therapieplatz bekommt, da ich aus Erfahrung sagen kann, dass Therapieplätze nicht einfach so schnell frei werden. Was die Umsetzung der wichtigen Themen angeht, bleibe ich bei der selben Meinung von Band 1. Kampagne passt nicht, und das Thema Suizid lässt zu wünschen übrig. Das Ende fand ich allerdings gut gelungen und zufriedenstellend. - 3 ⭐ für Band 2


INSGESAMT

 

...kann ich sagen, dass ich ein wenig enttäuscht war. Auch, wenn ich es gut finde, dass Bianca Iosivoni sich an solche Tabuthemen wagt, habe ich vor allem an der Umsetzung der Themen und der Marketingstrategie etwas auszusetzen. Dennoch gibt es knappe 4 Traumfänger für den Schreibstil und die Charaktere von mir.

 

 

Kennt ihr andere Bücher, die ähnliche Themen behandeln? Wenn ja, ab damit in die Kommentare (ebenso wie eure Meinung zu der Dilogie!)!

 

Zitat

 

Nach ein paar Sekunden senkt sie den Blick, aber ich kann nicht einfach wegsehen. Noch etwas, dass absolut keinen Sinn ergibt. Wir haben uns alle extra hier versammelt, um Jespers Geburtstag zu feiern, auch wenn er nicht mehr da ist. Da ist eine mysteriöse Fremde das letzte, woran ich denken sollte. Schon gar nicht, wenn sie geradezu nach Problemen schreit, so wie sie sich suchend umsieht und dabei ignoriert, dass sie nicht nur meine, sondern auch die Aufmerksamkeit einiger anderer Männer auf sich zieht.
- Chase auf Seite 25 -

 

Klappentext

 

Falling Fast: Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich all die Dinge trauen, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen – und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie eigentlich niemals zulassen dürfte. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe ...

Flying High: Hailee hatte ein Geheimnis. Ein dunkles Geheimnis, das niemand kannte und niemand erfahren sollte. Am allerwenigsten Chase, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Hailee war klar, dass sie Chase verlieren würde. Sie wusste es von der ersten Sekunde an, als sie ihm gegenüberstand. Und doch hat er ihr Herz mit jedem Lächeln und jeder Berührung ein bisschen mehr erobert. Aber gibt es für sie beide überhaupt eine Chance? Oder müssen sie einsehen, dass manchmal nicht einmal die Liebe ausreicht, um zwei Menschen zusammenzuhalten?

 

Fakten

 

Titel: Falling Fast / Flying High
Autorin: Bianca Iosivoni - begann als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.
Seiten: 480/432
Verlag: LYX
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: 27.05./29.07.2019
Klappenbroschur: 12,90€
E-Book: 9,99€

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Dienstag, 6. August 2019

{Rezension} Maybe Now | Colleen Hoover
6.8.190 Kommentare

Eines vorab: Diese Rezension kann Spoiler für Teil 1 namens "Maybe Someday" enthalten! Bitte lest nicht weiter, wenn ihr das Buch nicht gelesen habt! 

 

Wahrscheinlich weiß nur Rika von Rikas Bookshelf, wie sehr ich "Maybe Someday" liebe, da ich das Buch 2015 gelesen und geliebt habe. Es war mein erster CoHo-Roman, und einfach weil ich Rika bei unserem allerersten gemeinsamen Treffen dazu überreden konnte, ihn zu kaufen, ist der Roman einfach nur mit tollen Erinnerungen verbunden. Außerdem ist das Buch neben den Twilight-Büchern das einzige mit Leserillen, und das will bei mir was heißen. 

Dementsprechend war ich auch total hyped und überrascht, als ich im Mai gesehen habe, dass es eine Fortsetzung gibt - und da sind bei all den positiven Einflüssen natürlich die Erwartungen erfüllt? 
Wenn ich mich auf die Erwartungen dank des Klappentextes beziehe, jein. Durch den Klappentext bekommt der Leser eher den Eindruck, dass es primär um Maggie und Jake geht. Und ja, die Geschichte der beiden spielt eine wesentliche Rolle in der Geschichte, aber dennoch erfahren wir auch, wie es mit Sidney und Ridge nach dem leidenschaftlichen Wiedersehen weitergeht. 

Colleen Hoover schreibt abwechselnd aus der Ich-Perspektive der vier Protagonisten und macht dies wieder so unglaublich gut, dass ich das Buch innerhalb eines Tages weggesuchtet habe und einfach nur abschalten konnte. Die Charaktere sind genauso liebevoll gestaltet wie in Band 1 - der einzige Neue ist Jake, ein sehr sympathischer Arzt, den Maggie kennenlernt. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und geben auch mal Fehler zu. Außerdem wird hier der Umgang mit einer niederen Lebenserwartung dank Mukoviszidose thematisiert, besonders Maggies Gedankengänge sind dabei interessant. Einen dieser Gedanken könnt ihr auch in dem Zitat nachlesen.

Die Geschichte selbst setzt direkt nach Ridge' und Sydneys Wiedersehen ein und behandelt die Folgen einer Beziehung - sei es aufkeimende Eifersucht oder mal wieder lustige, humorvoll beschriebene Streiche. Aus Maggies und Jakes Sicht erfährt man viel über den Alltag und die Einsamkeit der beiden. Es kommen wieder emotionale Songtexte, rührende Geschichten und ganz viele Gefühle auf euch zu, weshalb dieser Band auch dank des runden und mich zufriedenstellendes Endes ohne Cliffhanger ein toller Wohlfühlabschluss von Sydney, Ridge, Maggie und Jake ist.  

Zusammengefasst: LEST ES!



Was ist euer Lieblingsroman von CoHo? Wie ihr vielleicht denken könnt, ist meiner "Maybe Someday".

 

Zitat

 

Andererseits krieg ich ihn auch so nicht aus dem Kopf. Und dann macht sich so ein Gefühl von Leere in mir breit, das mich ganz durcheinanderbringt und alles andere in meinem Leben verblassen lässt, im Vergleich zu der Vorstellung, ihn wiederzusehen. Aber die Vorstellung, dass wir beide uns darauf einlassen, macht mich auch traurig, weil ich genau weiß, dass es nicht gut ausgehen wird. Was soll ich tun? Wie soll ich mich entscheiden? Soll ich ihm aus dem Weg gehen und traurig sein? Oder ihn in mein Leben lassen und ebenfalls traurig sein?
- Maggie auf Seite 91 -

 

 

Klappentext

 

Lang ersehnt: die neue Hoover! 
 
Endlich sind Sydney und Ridge auch offiziell ein Paar, und eigentlich könnte alles perfekt sein. Dies umso mehr, als Ridges Exfreundin Maggie dabei ist, sich umzuorientieren: Beim Skydiving hat sie Jake kennengelernt, und der ist ganz offenkundig ebenso interessiert an Maggie wie sie an ihm. Wird Maggie ihr Glück mit Jake finden? Oder empfindet sie immer noch etwas für Ridge?

 

Fakten

 

Originaltitel: Maybe Now
Titel: Maybe Now
Autorin: Colleen Hoover - lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas
Übersetzer: Kattrin Stier
Seiten: 368
Verlag: dtv
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: 19.07.2019
Gebundene Ausgabe: 14,95€
E-Book: 12,99€

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