{Rezension} Morgen irgendwo am Meer | Adriana Popescu | Werbung - Veras Literaturtraum

Mittwoch, 17. April 2019

{Rezension} Morgen irgendwo am Meer | Adriana Popescu | Werbung

Klappentext

 

Ein goldener Mercedes, Wind in den Haaren und das Meer vor Augen - vier Jugendliche auf dem Weg nach Lissabon ...

Was Romy, Konrad, Nele und Julian auf ihrem gemeinsamen Weg nach Lissabon erwartet, scheint der perfekte Sommerroadtrip nach dem Abitur zu sein. Doch dass jeder von ihnen weit mehr als nur leichte Sommerklamotten im Gepäck hat, wird dem eher durch Zufall zusammengewürfelten Quartett erst im Lauf der Reise klar. Denn in Wahrheit geht es bei diesem Roadtrip um nichts weniger als die Suche nach sich selbst, dem eigenen Leben, der großen Liebe und wahrer Freundschaft.

Meine Meinung

 

Einleitung

 

Wie ihr vielleicht letztens auf meinem Instagram-Profil mitbekommen habt, haben Rikas Bookshelf  und ich im letzten Monat einen kleinen Adriana Popescu - Lesemarathon gestartet. Ich habe bisher drei Bücher der Autorin gelesen und freue mich schon sehr auf ihren neuesten Geniestreich, da ich die Bücher geliebt habe! Ich habe dieses Buch übrigens als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten - vielen herzlichen Dank dafür! 

 

Cover, Haptik, Playlists & Co.

 

 Der Verlag hat ja darüber abstimmen lassen, welches Cover das Buch bekommen soll, und ich bin froh, dass dieses Cover ausgewählt wurde! Es passt einfach so gut zum Buch, und der Schriftzug sieht auch so schön aus. In der vorderen Klappe ist noch einmal ein ausführlicherer Klappentext abgedruckt, in der hinteren Klappe eine Kurzbiografie der Autorin. Das Buch ist dank des festen Papiers angenehm anzufassen und riecht wie frisch gedruckt (mein Lieblingsgeruch!). Es befindet sich weder eine Karte noch eine Playlist im Buch, dafür ist jedes neue Kapitel aber mit einem schönen Schrifttype als Überschrift versehen.

 

Kurze Zusammenfassung des Anfangs (Spoiler)

 

Romy feiert ihr Abi, während ihr älterer Freund Julian von seinen Eltern immer wieder dazu gedrängt wird, sich zu entscheiden, was er in Zukunft machen möchte. Konrad hingegen möchte sich mit Romy versöhnen und schlägt so aus dem Nichts einen Trip nach Lissabon vor. Julian spürt die Spannung zwischen Romy und Konrad und ist eifersüchtig, sodass er sich entschließt, mit den beiden mitzufahren. Auf dem Weg nach Lissabon sammeln die beiden noch die junge Fotografin Nele, die eine Mitfahrgelegenheit sucht, auf. Auf dem Roadtrip gibt es Streit zwischen den Jungs, und einige Geheimnisse aus der Vergangenheit kommen heraus...

 

Das Wichtigste: Schreibstil, Playlists & Charaktere

 

Der Schreibstil ist wie bei all den Büchern der Autorin hervorragend und fesselnd. Sie berichtet abwechselnd aus der Ich-Perspektive der vier Charaktere, so dass man einen guten Einblick in die Gedankengänge der Protagonisten erhält. Die Kapitel sind jeweils immer schön kurz, aber nicht zu knapp. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchlesen können, weil es so unglaublich gut geschrieben ist. 

Besonders auf die Individualität der Charaktere hat die Autorin wert gelegt. Julian zum Beispiel scheint wie der perfekte Boyfriend, der Romy liebt, hat aber auch seine eigenen familiären Probleme und ist zunehmend eifersüchtig auf Konrad. Auf Konrads Beweggründe für die Idee des Roadtrips kann ich leider nicht noch näher eingehen, ohne zu spoilern. Ich finde sein Verhalten aber durchaus sympathisch und verständlich durch den Hintergrund, den man später bekommt. Insbesondere Nele hat mich ein kleines bisschen an Layla aus Glücksmomente erinnert. Sie hat eine Leidenschaft für das Fotografieren und ist unglaublich nett, hat aber auch ein kleines Päckchen zu tragen. Nele freundet sich mit Romy an, die sehr emotional und auch ein wenig verschlossen ist. 

Der gesamte Verlauf der Handlung war ziemlich überraschend für mich. Gerade für ein Thema, das mich persönlich betrifft, hätte ich gerne eine Triggerwarnung gehabt, weil ich dann doch ein wenig gedacht habe "Oh nein, bitte nicht das schon wieder". Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich bei einer Warnung vor dem Thema das Buch wahrscheinlich nicht gelesen und somit verpasst hätte. Ich hatte bei einigen Geheimnissen, die während des Trips ans Licht gekommen sind, gerechnet, aber nicht mit dem von Romy. 
Die Autorin hat so viele wichtige Themen in diesem Buch vereint. Es geht um das Erwachsenwerden, die erste Liebe und wahre Freundschaft. Es geht aber auch unter anderem um Psychische Probleme, und darum, dass okay ist, nicht "normal" oder "perfekt" zu sein, insgesamt also viele Themen, die meiner Meinung nach viel öfter besprochen werden sollten, gerade in der Altersgruppe der Jungen Erwachsenen.

 

Fazit

 


"Morgen irgendwo am Meer" ist ein sehr gut gelungener Buchschmöker, in dem durch den tollen Schreibstil und die individuellen Charktere wichtige Themen wie das Erwachsenwerden, die Liebe, wahre Freundschaften und Psychische Probleme durch die Autorin vermittelt werden. Ich hätte mir lediglich nur eine Triggerwarnung gewünscht, aber das ist ja bei jedem Leser anders.





Habt ihr ähnlich wie ich auch Themen, bei denen ihr gerne Triggerwarnungen hättet? Wenn ja, welche?



Zitat

 

"Konrad, du weißt das, oder? Krebs ist ein Arschloch, er sucht sich immer die Falschen aus. Aber das ist doch nicht deine Schuld." "Manchmal denke ich einfach, es wäre für alle besser, wenn es mich erwischt hätte." - Romy und Konrad auf Seite 349/350 -

 

Fakten

 

Titel: Morgen irgendwo am Meer
Autorin: Adriana Popescu - arbeitete als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, schrieb für verschiedene Zeitschriften und studierte Literaturwissenschaften, bevor sie sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen widmete
Seiten: 480
Verlag: Cbt
Genre: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 08.04.2019
Taschenbuch: 13,00€
E-Book: 9,99€

Kommentare:

  1. Hallo Vera!

    Über Triggerwarnungen wird ja immer wieder heftig diskutiert. Glücklicherweise gibt es für mich persönlich kein Thema zu dem ich eine Triggerwarnung benötigen wurde. Gut es gibt Themen über die möchte ich einfach nicht lesen und wenn ich sehe, dass die im Buch vorkommen, lasse ich lieber die Finger davon. Sollte ich dennoch ein derartiges Buch lesen, ist es aber nicht der Fall, dass mich das in eine "Krise" stürzt.
    Da es so viele Themen gibt, die bei den unterschiedlichen Menschen triggern können, finde ich es schwieriger vor allem zu warnen. Dennoch denke ich, dass mein zumindest vor ein paar Dingen, die auf viele Menschen zutreffen zumindest hinweisen könnte.

    Liebe Grüße
    Sabrina
    #litnwetzwerk

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    1. Hallo Sabrina!

      Ich gebe zu, dass man als Autor nicht einfach ist, zu entscheiden, ob der Leser jetzt irgendwie getriggert wird. Allerdings war hier das Problem, dass das Thema etwa in der Mitte des Buches aufgetreten ist und ich dann doch irgendwie zu Ende lesen wollte, da dies ja ein Rezensionsexemplar ist. Jeder hat natürlich seine eigenen Themen, die getriggert werden können, und wenn ich weiß, dass sie in einem Buch vorkommen, lasse ich normalerweise auch die Finger davon.

      Liebe Grüe
      Vera

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  2. Aaahhhh... ich lese Adriana Popescu sehr gerne. Bislang habe ich nur gesehen, dass ein neues Buch von ihr erschienen ist, ich hatte aber noch gar keine Zeit, näher danach zu schauen. Danke fürs Vorstellen.

    Triggerwarnungen sind für mich ein schwieriges Thema. Zum einen benötige ich selbst keine, zum anderen habe ich das Gefühl, gar nicht einschätzen zu können, wie vielfältig getriggert wird. Natürlich gibt es einzelne Themen, die mir logisch erscheinen, bei anderen war mir gar nicht gewusst, dass jemand sich dadurch getriggert fühlen könnte.

    Lg
    Daggi

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    1. Hallo Daggi!

      Ich stimme dir zu, dass Triggerwarnungen ein schwieriges Thema sind. Ich habe nun mal ein eher ungewöhnliches Thema, über dass ich nicht lesen möchte, weshalb ich Probleme mit Büchern wie "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" oder "Mit dir an meiner Seite" habe. Es liegt aber natürlich an mir, und ich glaube nicht, dass die Autorin darauf käme, dass sich jemand gerade durch das Thema getriggert fühlen könnte.

      Liebe Grüße
      Vera

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  3. Ich mochte die Bücher der Autorin bisher sehr, darum freut es mich, dass dir dieses auch gefallen hat, das möchte ich nämlich noch lesen. :) Ich befürworte Triggerwarnungen total, solange sie dezent genug sind, dass sie diejenigen nicht stören, die vorher nichts über das Buch wissen wollen. Ich finde es auch schön, wenn sie in Rezensionen eingebaut werden (evtl klein am Schluss oder als Spoiler gekennzeichnet), gerade wenn darauf aufmerksam gemacht wird, dass man sich selbst eine gewünscht hätte. Magst du mir verraten, worum es in diesem Fall geht?

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    1. Hallo Jacquy!

      In diesem Fall geht es vor allem um den Umgang mit Trauer, Krebs und psychischen Krankheiten. Ich persönlich habe aufgrund persönlicher Erfahrungen besonders Probleme mit den ersten beiden Punkten. Allerdings können ja nicht alle Autoren auf sämtliche Probleme achten. Die meisten geben ihre Romane ja schon Sensivity Readern zum Testlesen.

      Liebe Grüße
      Vera

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